Der Garten als Wärmequelle

Donnerstag, 21 Februar 2019 11:45

Während Solar- und Windenergie in Strom umgewandelt werden müssen, lässt sich Erdwärme in ihrer reinen Form nutzen.

Reinigung der Dachrinne

Wärme aus dem Erdinneren ist eine der wenigen Energieressourcen, die unbegrenzt zur Verfügung stehen. Einfache Systeme lassen sich sogar im Garten installieren.

Was ist Geothermie?
In den Tiefen der Erde werden Temperaturen von mehreren Tausend Grad erreicht. Diese Wärme kann angezapft und genutzt werden. Dabei kommen meist Systeme in geringer Tiefe zum Einsatz: Wasser oder andere Flüssigkeiten zirkulieren in einem geschlossenen Rohrsystem im Untergrund und nehmen die Wärme aus dem Boden aus. Diese kann dann sofort für beispielsweise Heizzwecke verwendet werden.

Wer kann Erdwärme nutzen?
Am effektivsten ist eine Nutzung der Erdwärme aus großen Tiefen. Dies ist besonders in Süddeutschland aufgrund guter geologischer Verhältnisse möglich. Doch auch andernorts lässt sich von der Geothermie profitieren. Denn um eine Heizung zu betreiben reichen acht bis zwölf Grad Erdtemperatur.

Welche Voraussetzungen brauchen Hausbesitzer?
Die Geologie muss passen. Über die Verhältnisse vor Ort klären Internetportale auf. Einen Standort-Check können Interessierte zum Beispiel unter folgender Internetadresse machen: www.geothermie.nrw.de. Dahinter steckt der Landesbetrieb Geologischer Dienst NRW, in Kooperation mit der Energieagentur NRW. Es empfiehlt sich jedoch, einen Fachplaner oder ein Bohrunternehmen zu konsultieren, um verschiedene Möglichkeiten abzuklären.

Welche Optionen sind das?
Das effizienteste geschlossene System ist die Erdwärmesonde. Die Sonden werden hier vertikal in den Boden getrieben. Für solch eine Bohrung reicht oftmals eine Fläche von der Größe einer Garageneinfahrt. Bohrungen werden allerdings nur in Verbindung mit behördlichen Auflagen genehmigt.
Eine weitere Option ist der Flächenkollektor, ein horizontal verlegter Erdwärmetauscher, der Wärme mittels Soleleitungen zu einer Wärmepumpe transportiert. Ein Flächenkollektor gilt als günstige Alternative zur Bohrung von Erdsonden, bedarf jedoch eines entsprechend großen Grundstücks, um eine gleich große Entzugsleistung bereit zu stellen. Ein Vorteil ist allerdings, dass das Verlegen eines Flächenkollektors auch in Eigenleistung erfolgen kann.

Lohnt sich eine solche Heizung?
Die Anschaffung einer Erdwärmeanlage ist verglichen mit herkömmlichen Heizsystemen anfangs teurer und verbraucht zudem mehr Platz. Neben diesen Nachteilen bietet die Geothermie jedoch zahlreiche Vorteile: Ein enormes, stets verfügbares Energiepotenzial, welches umweltfreundlich genutzt werden kann und unabhängiger von Erdöl und Erdgas macht. Im Gegensatz zu Wind-, Wasser- und Solarenergie kann Erdwärme zu jeder Zeit und bei jedem Wetter genutzt werden.

(Quelle: Wohnen & Leben, Ausgabe Oktober 2019)

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